Das Leben braucht einen guten Anfang

Babyhand

Ein Artikel von Rebekka Steinwender, Hebamme in Villach


Schon während der Schwangerschaft sollte die Hebamme eine wichtige Rolle spielen. Entschließt sich die werdende Mutter für die Begleitung einer eigenen Hebamme, so nimmt sie am Besten frühzeitig mit ihr Kontakt auf. Die Hebamme kennt die Antworten auf die Fragen von Frauen, die ein Kind erwarten und wird im Bedarfsfall beratend und beruhigend zur Seite stehen.

Die Arbeit einer Hebamme umfasst nicht nur den Beistand während der Geburt sondern auch die Unterstützung schwangerer Frauen in der Zeit davor und danach. In dieser für jede Frau wichtigen Lebensphase übernimmt eine Hebamme die Betreuung, Beratung und Pflege der Schwangeren, Gebärenden und Wöchnerin und des Neugeborenen. Darüber hinaus ist die Hebamme auch eine Ansprechpartnerin für die Eltern über das ganze erste Lebensjahr des Babys, sei es in Fragen der Ernährung oder Pflege. Während einer Hebammensprechstunde hat die werdende Mutter Gelegenheit, Fragen rund um ihre Schwangerschaft, die Geburt und die erste Zeit danach zu stellen.

schlafendes Baby

Einer Schwangeren gehen viele große und kleine Fragen durch den Kopf. Das erste Treffen mit einer Hebamme ist die ideale Gelegenheit, alle diese Themen zu besprechen, beispielsweise:

  • Symptome, die Beschwerden bereiten, können erläutert und durch eine Vielzahl an naturheilkundlichen Methoden gelindert werden.
  • Die schwangere Frau kann sich über die körperlichen und psychischen Veränderungen während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett informieren.
  • Fragen zu Ultraschalluntersuchungen und ärztlichen Tests werden beantwortet
  • Eventuell gibt es Fragen zu den unterschiedlichen Geburtsarten und Gebärpositionen.
  • Es können Geburtsvorbereitungskurse gebucht werden.
  • Eine gesunde Ernährung und Lebensweise oder die Wahl der richtigen Sportart gehören ebenfalls zu den häufigen Themen.
  • Die Hebamme berät und unterstützt auch gerne beim Stillen.
  • Methoden, wie man sich optimal auf das Geburtserlebnis vorbereiten kann, sind häufige Themen während des Geburtsvorbereitungskurses.

Ab der vollendeten 34. Schwangerschaftswoche empfehle ich den Genuss von Himbeerblättertee. Optimal sind drei bis vier Tassen täglich zusätzlich zur Schwangerschaftsteemischung. Eine Wirkung ist wissenschaftlich zwar nicht bewiesen, aber wir Hebammen sagen diesem Kraut eine Auflockerung der Muskulatur im kleinen Becken nach. Es ist auch bekannt, dass Himbeerblätter auf die glatte Muskulatur des Darmes wirken und zudem eine entschlackende Wirkung zeigen.
Ebenfalls ist es ratsam, ab dieser Zeit der Schwangerschaft täglich geschroteten Leinsamen mit ausreichend Flüssigkeit zu essen. Dieser hat eine positive Wirkung auf die Schleimhäute und Scheidenschleimproduktion.

Ingeborg Stadelmann empfiehlt auch die regelmäßige Dammmassage mit einer Mischung aus Johanniskraut und Weizenkeimöl und der Zugabe von ätherischen Ölen wie Muskatellersalbei und Rose. Das Gewebe soll dadurch weich und dehnfähig werden. Die genaue Durchführung zeigt ihnen natürlich auf Wunsch ihre Hebamme.

Ab der 38. Schwangerschaftswoche sind auch Heublumendampfsitzbäder einmal wöchentlich eine geburtsvorbereitende Methode, sie machen ebenfalls das Gewebe weich. Möglich ist auch die Verwendung eines heißen Heublumensackes. Ideal wäre die Anwendung bei Wehenbeginn.

Es gibt auch homöopathische Mittel, sich auf die Geburt vorzubereiten, wie beispielsweise Pulsatilla oder Caulophyllum. Da die Homöopathie aber eine Therapie der Individualität ist, passen diese Mittel zwar auf viele Frauen, aber eben nicht auf alle. Daher rate ich Ihnen, sich bei Interesse genauer beraten zu lassen.

Das Mutterwerden und -sein ist eine einzigartig schöne Zeit im Leben! Ich wünsche den (werdenden) Eltern viel Kraft, Ausdauer und Liebe, damit sie auch in Ruhe die Schwangerschaft und die Zeit mit ihrem Kind genießen können!

Ihre Hebamme
Rebekka Steinwender

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