Kräutersommer in der Perau-Apotheke

Mag. Wolfgang Haslacher

 

Der Sommer lockt mit blühender und duftender Natur, die es zu erkunden gilt, nicht zuletzt auch weil sie für unsere Gesundheit einen wertvollen Beitrag leisten kann... So haben wir deshalb diese Jahreszeit in der Perau-Apotheke unter das Motto "Kräutersommer" gestellt.

 

Den Auftakt dazu bildete eine Kräuterwanderung mit unserem Team am letzten Juniwochenende - im Juli, August und September planen wir übrigens ähnliche Aktionen mit unseren Stammkunden...

 

Martina Rudackij und aufmerksam Zuhörende

 

Martina Rudackij zeigte uns während der Wanderung über die Wiese und im Wald allerlei Kräuter, die wir bisher oft eher als Unkraut, bestenfalls als Wiesenblumen eingeschätzt hatten. Vor Ort lauschten, kosteten und sammelten wir fleißig, um danach auch tatsächlich satt zu werden.

Einige Wildkräuter...

... die wir für unser Abendessen sammelten:

 

  • Wiesensalbei: Die Blüten dieser Pflanze haben nicht nur eine erstaunliche Anatomie, sie schmecken auch gut, etwa im Pesto oder im Weißweinessig - sie steuern ein leichtes Salbeiaroma bei und färben den Essig schön.

 

  • Giersch oder Wiesenholler: So nennt man umgangssprachlich den Geißfuß, er wird in unseren Gärten oft als Unkraut ausgerupft. Die ganz jungen hellgrünen kleinen Triebe schmecken vor allem im Frühjahr und Herbst. Ein Erkennungsmerkmal ist der dreikantige Stiel.

 

  • Gundelrebe: Diese im Frühjahr blühende Pflanze kann wie Minze verwendet werden, sie hat einen unvergleichlichen Geschmack. Auch hier gilt: immer junge Triebe ernten oder nur die weichen Pflanzenteile verzehren.

 

  • Schafgarbe: Blüten und Blätter getrocknet eignen sich hervorragend für die verwendung im Kräutersalz. Frische Blätter abgerebelt schmecken auch im Pesto.

 

  • Brennnessel: Viele kennen die Brennessel als Nahrungsmittel. Ein besonderes Erlebnis für uns war, die Samen der weiblichen Blüte, das sind jene mit herabhängenden Kügelchen, in der Hand zu zerreiben und gleich im Wald zu naschen, sie haben einen nussigen Geschmack.

 

Wilde Möhre

 

 

Auch über die Pflanzen und Ihre Namen erfuhren wir interessantes: etwa, dass die Wilde Möhre - und auch Ihre Verwandte, die Möhre, bei uns Karotte genannt, ihren deutschen Namen von Mohr herleitet, wegen der schwarzen Mittelblüte inmitten des weißen Blütenstandes - quasi ein Scheininsekt...

Im Anschluss an die Wanderung mussten wir noch "schwer" arbeiten: alle Kräuter fein hacken und mit Öl, Sonnenblumen- oder Pinienkernen und etwas des von uns auch selbst zubereiteten Kräutersalz zu einem köstlichen Pesto verarbeiten, das dann, ohne gekocht zu werden, gleich mit Nudeln ein herzhaftes und wahrhaft wohlschmeckendes Nachtmahl ergab. Zur Nachspeise naschten wir noch die von uns in "Blattbechern" eifrig gesammelten aromatischen Walderdbeeren...

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