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Herbstfrüchte und Wurzelkräuter

Auch im Herbst gibt es in der Natur Kräuter und Früchte. Deshalb haben wir diesmal zu einer Septemberwanderung in die Schütt mit Martina Rudackij eingeladen. Treffpunkt war in Oberschütt am Parkplatz und dort haben wir uns zunächst mit Wildfrüchten, gesammelt von Martina Rudackij, gestärkt:

 

  • KORNELLKIRSCHE  oder Dirndl
    Die hellen Früchte kann man sauer einlegen wie Oliven, mit den dunklen kann man ein Gelee machen und dazu noch Sambal Olek geben.

  • HAGEBUTTE
    Die Früchte für Marmelade oder Tee verwenden.
    Nicht vergessen die Samen vorher heraus zu nehmen.

  • EBERESCHE
    Auch Vogelbeere genannt, weil 75% der einheimischen Vögel die Beere fressen.
    Für den Menschen nicht essbar, weil bitter. Man kann daraus aber Schnaps machen.

  • PHYSALIS  oder Lampionblume
    Bei der heimischen dunkelorangen Frucht ist die Außenhülle giftig.
    Frucht schmeckt bitter (nur essbar, wenn Frucht nicht mit Außenschale in Berührung gekommen ist).
    Die Andenbeere sieht gleich aus, nur ihre Außenhülle ist hellgelb und die Frucht schmeckt süß.

 

Gleich am Beginn unserer Wanderung haben wir die leuchtenden Früchte des SPINDELSTRAUCH  oder Pfaffnkappel entdeckt, sie sind sehr giftig.

Anders die BERBERITZE:
Die Berberitze ist auch giftig - bis auf die Früchte. Ihre Früchte haben bis zu elf mal mehr Vitamin C als eine Zitrone.
Früher verwendete man die Rinde der Äste zum Färben für Leder oder Leinen (gelblich) und die Äste für Rechenzähne.

IMMERGRÜN
( Vinca minor – Bodendecker)
Früher hat man Kränze geflochten, um den Geist zu schärfen, förderte auch die Durchblutung von der Wirbelsäule zum Gehirn.

MEHLBEERBAUM
Die Früchte hat man früher getrocknet und zu Mehl verarbeitet.
Die Blätter sind auf der Unterseite weiß.

Der EDELGAMANDER ist ein Magenkraut, wird auch für Wermut und Liköre verwendet.

THYMIAN und BOHNENKRAUT
Werden diese beiden Kräuter getrocknet und 1 : 1 gemischt, so erhält man einen Pfefferersatz, man kann dazu auch Wildthymian und einjähriges Bohnenkraut verwenden.

HUFLATTICH- und PESTWURZBLÄTTER
Werden sie aufgelegt, eignen sie sich zur Ersten Hilfe bei Verstauchungen.

Der einjährige HOLUNDER

Immer wieder faszinierend: der "misstrauische" SALBEI mit seiner "Bestäubungsvorrichtung".

WEISSDORN - auch Hagedorn genannt, weil er Dornen hat.
Er gehört zu den Rosengewächsen und kann alles überwuchern. Wegen seines harten Holzes wurde er als Drechselholz verwendet für Spinnräder und Spindel. Weißdorn ist vor allem Herz stärkend.

FARN
Blätter kann man als Dünger für Kartoffel verwenden, die Erde wird dadurch Kali haltiger.

NELKENWURZ – Verwendung wie Gewürznelke

VEILCHEN – für Haut und Küche

SCHLEHDORN
Diese Pflanze ist bekannt aus alten Liedern und Geschichten. Ihre dunkelblauen Früchte sind sehr sauer, sie werden für Marmelade verwendet und zum Ansetzen für Schnaps oder roten Wodka.

 

Mit den geernteten Schlehdornfrüchten ging es Bucheckern kauend zurück...


Auch diese Wanderung war wieder ein besonderes Erlebnis -
und wir in der Perau-Apotheke freuen uns über Ihr Interesse!

Sabine Slatin und das Team der Perau-Apotheke